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Pepe
Romero - Porträt eines
Weltstars
Zu den ersten
sinnlichen Wahrnehmungen Pepe
Romeros gehörten die Klänge
einer Gitarre, denn an jenem 8.
März, an dem er 1944 in Spanien
geboren wurde, spielte sein
Vater Celedonio auf seiner
Gitarre, um den kleinen
Pepe auf der Welt willkommen zu
heißen. Seit diesem Zeitpunkt
sollte ihn Gitarrenmusik durch
sein gesamtes weiteres Leben
begleiten und zu seinem
wichtigsten Lebensinhalt werden.
Die Begeisterung für das
Instrument wurde Pepe Romero
also sprichwörtlich in die
Wiege gelegt. Kaum war er dieser
entstiegen, begann er -
liebevoll angeleitet von seinem
Vater - selbst mit dem
Gitarrespielen. Die Euphorie und
Hingabe, mit der sich der
Komponist und Gitarrist
Celedonio Romero der Gitarre
widmete, sprang schnell auf
seinen Sohn über und dieser
erwies sich als äußerst
talentierter und gelehriger Schüler.
Schon im zarten Alter von
sieben Jahren kam es zum ersten
öffentlichen Auftritt. Mit fünfzehn
Jahren nahm Pepe Romero seine
erste Schallplatte mit dem Titel
„Flamenco“ auf. Auch heute
hat er noch eine ganz besondere
Beziehung zu der Musik seines
Heimatlandes, welches er 1958
verließ, um mit seinen Eltern
und Brüdern nach Amerika zu
gehen. Pepe Romero betrachtet
sich nicht als "echten"
Flamencogitarristen.
Vielmehr vergleicht er
seinen Umgang mit dem Flamenco
mit dem klassischer spanischer
Komponisten wie Joaquin Rodrigo,
Isaak Albeniz oder Joaquin
Turina. Die Seele ihrer
Kompositionen ist zwar vom
Flamenco durchdrungen, dennoch
kann man ihre Werke nicht annähernd
als wirklichen Flamenco
bezeichnen.
Bis heute sollten
seiner ersten
Schallplattenaufnahme über 50
weitere Einspielungen folgen,
die Pepe Romeros Stellung als
einen der wenigen
"Top-Stars" der
weltweiten klassischen
Gitarrenszene dokumentieren.
Aber nicht nur unter Gitarristen
genießt der Musiker höchstes
Ansehen. Dies belegt seine
Zusammenarbeit mit anderen
renommierten Künstlern wie
Thomas Quasthoff, Jessey Norman,
dem "Orpheus Chamber
Orchestra" oder der
weltberühmten "Academy of
St. Martin-in-the-Fields"
unter Sir Neville Mariner.
Namhafte Komponisten wie Joaquin
Rodrigo, Fredrico Moreno Torroba,
Rev. Francisco de Madina oder
Lorenzo Paolamo widmeten ihm
Werke.
Eine zentrale Rolle
in Pepe Romeros künstlerischer
Arbeit spielt das Zusammenwirken
mit Orchestern. So spielte er
als erster Gitarrist alle
Gitarrenkonzerte für
Sologitarre und Orchester von
Mauro Giuliani und von Joaquin
Rodrigo ein. Allein mit der
"Academy of St.
Martin-in-the-Fields" nahm
er mehr als 20 Einspielungen für
diese Instrumentalgattung vor.
Bei seinen
Soloabenden kann sich Pepe
Romero aus einem schier unerschöpflich
erscheinenden Repertoire aus fünf
Jahrhunderten bedienen. Die wohl
wichtigste Rolle neben seiner
solistischen Tätigkeit nimmt für
ihn aber ohne Zweifel das
Gitarrenquartett "Los
Romeros" ein. Gegründet
wurde es 1960 von seinem Vater.
Die erste Formation setzte sich
aus Celedonio und Pepe, sowie
dessen Brüdern Celin und Angel
Romero zusammen. Bis heute
besteht das Ensemble ausschließlich
aus Familienmitgliedern und gab
seit seiner Gründung über 3000
Konzerte.
Auch
als Pädagoge genießt Pepe
Romero hohes Ansehen. Aus
Zeitmangel musste er auf seine
ständigen Professuren an
verschiedenen Universitäten
verzichten, ist aber Dozent auf
zahlreichen wichtigen Festivals
und Meisterkursen in aller Welt. Zahlreiche
Gitarristen der jüngeren
Generation konnten dabei von
seinem unermesslichen
Erfahrungsschatz profitieren.
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Celedonio Romero
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Möglicherweise hat
er auch das pädagogisches
Geschick von seinem Vater
geerbt, dem er eine seiner jüngsten
Einspielungen mit dem Titel
"Songs my Father tought me"
widmete. Immer wieder betont
Pepe Romero, was für eine
wichtige Rolle Celedonio Romero
in seinem Leben spielte. Wie eng
das Verhältnis zu seinem Vater
war, brachte er 1999 in einem
Interview mit der
Fachzeitschrift "Gitarre
& Laute" zum Ausdruck:
"Mein Vater und
ich, wir sind ein Gitarrist. ...
Und ich spiele nicht eine
einzige Note, in der mein Vater
nicht lebendig wird. Ich glaube
zutiefst, dass mein Vater und
ich wirklich eins sind, ein
Spieler."
Am 8. Mai 1996 starb Celedonio
Romero und an diesem Tag spielte
Pepe Romero die Gitarre, um
seinen Vater aus dieser Welt zu
verabschieden.
Interview
mit Pepe Romero
Weitere
Informationen, Hörbeispiele und
Videos gibt es auf der Web-Site
von Pepe Romero:
http://www.peperomero.com/
Wer
möchte kann Pepe Romero u.a.
beim Spielen der von seinem
Vater komponierten Fantasia
einmal auf die Finger schauen.
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