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Noten- und Buchbesprechungen/Eisler - Lieder für Singstimme und Gitarre

 

 

Titel: "Eisler - Lieder für Singstimme und Gitarre" - Heft 1 + 2
Autor:

Dietmar Ungerank

Verlag: Breitkopf & Härtel
Preis: 20,54 DM (Heft 1)
18,58 DM (Heft 2)
ISMN 2004 9110 4 (Heft1)
ISMN 2004 9111 1 (Heft2)

Das Liederschaffen des deutschen Komponisten Hanns Eisler (1898-1962) besteht zum größten Teil aus Vertonungen von Texten des sozialkritischen Lyrikers,  Dramatikers und Begründers des epischen Theaters Bertolt Brecht (1898-1956). Dem trägt der Bearbeiter Dietmar Ungerank Rechnung, indem er ein komplettes Heft seiner zweibändigenden Ausgabe diesen Brechtvertonungen widmet. Dabei hat er vornehmlich Stücke ausgesucht, die aus den Bühnenmusiken stammen und so einen relativ hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben. Der Inhalt des zweiten Hefts besteht zum großen Teil aus Vertonungen von Texten des Dichters Kurt Tucholsky. Hinzu kommen Lieder mit Texten von Heinrich Heine, David Weber, Joh. W. von Goethe und Bertold Viertel.

 

Liste aller Titel:

Heft 1

Heft 2

  1. Anmut sparet nicht noch Mühe

  2. Ardens sed virens

  3. An den kleinen Radioapparat

  4. Ballade von der Judenhure

  5. Die haltbare Graugans

  6. Kälbermarsch

  7. Kuppellied

  8. Lied eines Freudenmädchens

  9. Das Lied vom Kelch

  10. Das Lied vom kleinen Wind

  11. Das Lied vom Weib des Nazisoldaten

  12. Das Lied von der Moldau

  13. Mutter Beimlein

  14. O Fallada, da du hangest

  15. Die Pappel vom Karlsplatz

  16. Père Josèphe

  17. Der Räuber und sein Knecht

  18. Sklave wer wird dich befreien?

  19. Über den Selbstmord

  20. Und es ist in finstern Zeiten

  21. Vom Sprengen des Gartens

  1. Chanson Allemande

  2. Einigkeit und Recht und Freiheit

  3. Der Graben

  4. Die Nachfolgerin

  5. Der Priem

  6. Rosen auf den Weg gestreut

  7. Der Schatzgräber

  8. Sehnsucht nach der Sehnsucht

  9. Sommerlied

  10. Stempellied

  11. Verfehlte Liebe

  12. Was möchtest Du nicht

  13. Weihnachten 1918

  14. Wienerlied

 

Um eine gute Singbarkeit der Stücke zu gewährleisten, hat der Bearbeiter bei der Wahl der Tonarten bewusst eine Mittellage gesucht. Hiermit soll auch nichtausgebildeten Sängern die Möglichkeit gegeben werden die Lieder zu singen, ohne eine Transposition vornehmen zu müssen. Zudem wurde auf die technisch anspruchsvollen frühen Kompositionen Eislers, die unter dem Einfluss seines Studiums bei Arnold Schönberg entstanden und dementsprechend auf der Reihentechnik basieren,  bewusst verzichtet. In Bezug auf die Einrichtung der Gesangsstimme dürfte diese Ausgabe ganz im Sinne des  Komponisten sein, der Zeit seines Lebens überzeugter Sozialist war und seine politische Grundhaltung unmittelbar mit seinem musikalischen Schaffen verband.

Die Bearbeitungen sind durch die Zusammenarbeit des Herausgebers mit der Sängerin Gina Pietsch entstanden und dementsprechend praxis- und konzerterprobt. Dies macht sich besonders an den praktikablen Fingersatzeintragungen und der guten Spielbarkeit der Begleitstimmen bemerkbar. Obwohl Ungerank die Kompositionen nur dort entschlackt hat wo es unbedingt notwendig war, muss man sich als Gitarrist nicht mit unhandlichen Klaviertranskriptionen  abkämpfen. In einigen Stücken wird die tiefe E-Saite nach D umgestimmt, um den Tonumfang nach unten zu erweitern. In dem Stück "Arden sed virens" wird die E-Saite zur besseren Spielbarkeit auf F und die A-Saite auf Bb gestimmt. Andere Skordaturen werden aber nicht verlangt. Grundsätzlich sind zur Wiedergabe der Gitarrenstimme  zumeist Kenntnisse der Mittelstufe erforderlich.

Schön, dass mit den Bearbeitungen von Dietmar Ungerank diese hochwertigen Kompositionen auch für die Besetzung Gesang und Gitarre  zur Verfügung stehen. Dies ist zudem ein Beitrag dazu, dem Werk Hanns Eislers - den  Schönberg neben Anton Webern und Alban Berg zu seinen wichtigsten Schülern gezählt haben soll - zu einen adäquaten Bekanntheitsgrad zu verhelfen.

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