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Das Liederschaffen
des deutschen Komponisten Hanns Eisler
(1898-1962) besteht zum größten Teil aus
Vertonungen von Texten des sozialkritischen Lyrikers, Dramatikers und
Begründers des epischen Theaters Bertolt
Brecht (1898-1956). Dem trägt der Bearbeiter Dietmar Ungerank Rechnung, indem er ein komplettes
Heft seiner zweibändigenden Ausgabe diesen Brechtvertonungen widmet. Dabei
hat er vornehmlich Stücke ausgesucht, die aus den Bühnenmusiken stammen
und so einen relativ hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben. Der Inhalt
des zweiten Hefts besteht zum großen Teil aus Vertonungen von Texten des
Dichters Kurt Tucholsky. Hinzu kommen Lieder mit Texten von Heinrich Heine, David
Weber, Joh. W. von Goethe und Bertold Viertel.
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Liste aller Titel: |
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Heft 1 |
Heft 2 |
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Anmut
sparet nicht noch Mühe
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Ardens
sed virens
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An
den kleinen Radioapparat
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Ballade
von der Judenhure
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Die
haltbare Graugans
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Kälbermarsch
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Kuppellied
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Lied
eines Freudenmädchens
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Das
Lied vom Kelch
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Das
Lied vom kleinen Wind
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Das
Lied vom Weib des Nazisoldaten
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Das
Lied von der Moldau
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Mutter
Beimlein
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O
Fallada, da du hangest
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Die
Pappel vom Karlsplatz
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Père
Josèphe
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Der
Räuber und sein Knecht
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Sklave
wer wird dich befreien?
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Über
den Selbstmord
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Und
es ist in finstern Zeiten
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Vom
Sprengen des Gartens
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Chanson
Allemande
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Einigkeit und
Recht und Freiheit
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Der Graben
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Die
Nachfolgerin
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Der Priem
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Rosen auf den
Weg gestreut
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Der
Schatzgräber
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Sehnsucht
nach der Sehnsucht
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Sommerlied
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Stempellied
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Verfehlte Liebe
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Was möchtest
Du nicht
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Weihnachten
1918
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Wienerlied
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Um eine
gute Singbarkeit der Stücke zu gewährleisten, hat der Bearbeiter bei der
Wahl der Tonarten bewusst eine Mittellage gesucht. Hiermit soll auch
nichtausgebildeten Sängern die Möglichkeit gegeben werden die Lieder zu
singen, ohne eine Transposition vornehmen zu müssen. Zudem wurde auf die
technisch anspruchsvollen frühen Kompositionen Eislers, die unter dem
Einfluss seines Studiums bei Arnold Schönberg entstanden und
dementsprechend auf der Reihentechnik basieren, bewusst verzichtet. In
Bezug auf die Einrichtung der Gesangsstimme dürfte diese Ausgabe ganz im
Sinne des Komponisten sein, der Zeit seines Lebens überzeugter
Sozialist war und seine politische Grundhaltung unmittelbar mit seinem
musikalischen Schaffen verband. Die
Bearbeitungen sind durch die Zusammenarbeit des Herausgebers mit der
Sängerin Gina Pietsch entstanden und dementsprechend praxis- und
konzerterprobt. Dies macht sich besonders an den praktikablen
Fingersatzeintragungen und der guten Spielbarkeit der Begleitstimmen
bemerkbar. Obwohl
Ungerank die Kompositionen nur dort entschlackt hat wo es unbedingt
notwendig war, muss man sich als Gitarrist nicht mit unhandlichen
Klaviertranskriptionen abkämpfen. In einigen Stücken wird die tiefe
E-Saite nach D umgestimmt, um den Tonumfang nach unten zu erweitern. In dem
Stück "Arden sed virens" wird die E-Saite zur besseren
Spielbarkeit auf F und die A-Saite auf Bb gestimmt. Andere Skordaturen
werden aber nicht verlangt. Grundsätzlich sind zur Wiedergabe der
Gitarrenstimme zumeist Kenntnisse der Mittelstufe erforderlich. Schön,
dass mit den Bearbeitungen von Dietmar Ungerank diese hochwertigen
Kompositionen auch für die Besetzung Gesang und Gitarre zur
Verfügung stehen. Dies ist zudem ein Beitrag dazu, dem Werk Hanns Eislers - den
Schönberg neben Anton Webern und Alban Berg zu seinen wichtigsten Schülern
gezählt haben soll - zu einen adäquaten Bekanntheitsgrad zu verhelfen.
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