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Noten- und Buchbesprechungen/"Ich spiele Gitarre"

 

Titel: "Ich spiele Gitarre" - Gitarrenschule in drei Bänden
Autor:

Aaike Jordans

Verlag: De Haske
ISBN 90-431-1719-6

 

Mit dem vorliegenden dreibändigen Lehrwerk "Ich spiele Gitarre!" verfolgt der Autor Aike Jordans ein sehr lobenswertes Ziel. Er möchte den Schülern nicht nur das Notenlesen und die rudimentären Spieltechniken vermitteln, sondern gleichzeitig auch in die theoretischen Zusammenhänge, das Komponieren und Improvisieren sowie das Akkordspiel einführen.

Grundsätzlich folgt auch "Ich spiele Gitarre!" eher dem traditionellen Aufbau, wie er schon aus vielen Gitarrenschulen bekannt ist. Nach kurzen Erläuterungen zum Instrument, der Haltung, den Fingerbezeichnungen und der Grundhaltung der rechten Hand folgen die ersten Wechselschlagübungen. Kombinationen, die vom Autor vorgeschlagen werden, sind z.B. im, ma, ia, ima, ami, imam, imia, amai.
So präpariert werden dann - anhand der ersten Leersaitenübungen auf der g-Saite - die ersten Versuche im Notenlesen unternommen. Schrittweise werden darauf in den drei Bänden die Töne in der ersten Lage erarbeitet.  Dies geschieht mit Hilfe von insgesamt 124 Liedern, die zum großen Teil aus dem bekannten Fundus des traditionellen Repertoires stammen. Auch Töne mit Vorzeichen werden in das Notenlesen mit einbezogen. Es wird durchweg ausschließlich einstimmig gespielt.

Von Beginn an steht auch das Akkordspiel mit auf dem Lehrplan von Aike Jordans Gitarrenschule. Dabei geht er recht forsch vor und führt als ersten Griff den - wegen der für Anfänger großen  Fingerspreizung - eher unbeliebten G-Dur Akkord ein. Der erste zu erlernende Wechsel ist dann auch schon der zwischen C-Dur und G-Dur. Wer alle drei Bände durchgearbeitet hat, wird dabei sieben verschiedenen Griffe kennen lernen. Angeschlagen werden diese generell, indem der Daumen die Saiten von der tiefen zur hohen E-Saite durchstreicht. Das Akkordspiel dient in "Ich spiele Gitarre!" ausschließlich der Begleitung von Improvisationsübungen und dergleichen. Für die Liedbegleitung werden die Akkorde nicht eingesetzt.

Es gilt auch bei diesem Lehrwerk wieder einmal der Grundsatz "Eine Gitarrenschule ist nur so gut, wie der Lehrer, der sie benutzt." Beim Lernen mit "Ich spiele Gitarre" ist die Hilfe eines Lehrers eine unabdingbare Vorraussetzung. Ohne vorrausschauende Arbeitsweise und das Einbeziehen von vorbereitenden Übungen, um allzu große Klippen zu umschiffen, lässt sich mit diesem Heft im Anfangsunterricht nicht wirklich gut arbeiten.

Der Verlag empfiehlt "Ich spiele Gitarre" als "... eine neuartige Schule für Anfänger auf der Gitarre...." , aber was ist denn nun wirklich neu an dieser Gitarrenschule?

Da ist zum einen das Thema Komposition. Selbstverständlich werden Schüler durch diese Gitarrenschule nicht wirklich zu Komponisten, erhalten aber einen Einblick in dieses Thema und können ihre erworbenen ersten Theoriekenntnisse praktisch anwenden. Auch die Improvisation ist ein sonst eher selten behandelter Lerninhalt. Für die Improvisationsübungen wird grundsätzlich ein sehr überschaubares Tonmaterial von nicht mehr als vier Tönen ausgewählt. Darüber hinaus bringt Jordans mit kleinen Spielen, Rätseln und Gehörübungen etwas Abwechslung in den Lernalltag.

Bei "Ich spiele Gitarre!"  handelt es sich um eine durchaus solide Gitarrenschule, die allerdings nicht so viele Innovationen bringt, wie versprochen wird. Auch die genannte Zielgruppe ist eher auf Jugendliche und Erwachsene einzugrenzen. Die Erklärungstexte versuchen sich zwar einer kindgerechten Sprachweise anzupassen, inhaltlich verlangen sie aber dennoch oft schon viel Abstraktionsvermögen. Auch schematische Darstellungen, wie z.B. der Tonleiteraufbau, sind für Kinder sicher nicht immer auf Anhieb durchschaubar.

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