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Unter dem Titel "Die Jazzmethode für
Gitarre" hat der Schott-Verlag gleich zwei Lehrbücher zum Thema Jazz
veröffentlicht.
Im 1. Band dreht
sich alles um Akkorde, Begleitung und Changes, also um die Rhythmusgitarre
im Jazz. Der Autor Rolf Tönnes möchte mit diesem Band das nötige
Basiswissen zum Begleiten von Jazzstandards vermitteln, bzw. "dem
Einsteiger den schnellen Zugang zu einer jazzigen Spielweise" ermöglichen.
An den Anfang hat der Autor kurze theoretische Erläuterungen
zum Akkordaufbau und anderen Grundlagen wie Internationale
Akkordsymbol-Schreibweise, Akkordtypen, Stufenbezeichnungen,
Akkorderweiterungen, Notationspraxis für Harmonien usw. gesetzt. Danach
werden, ausgehend von der "Jazzformel II-V-I", Schritt für
Schritt charakteristische Harmonieverbindungen erarbeitet. Dies geschieht
anhand von Jazzstandards wie "The Days of Wine And Roses", "Autumn
Leaves", "Satin Doll" oder vom Autor komponierten Übungsbeispielen
und in sinnvollen, mit Bedacht gewählten methodischen Schritten, sowie gut
verständlichen Erläuterungen.
Alle Akkorde sind in Noten- und Griffschrift
dargestellt, sodass Notenkenntnisse zwar vorteilhaft, aber nicht unbedingt
erforderlich sind. In diesem Zusammenhang ist sicher auch die zum
Lieferumfang gehörende CD sehr hilfreich. Um sinnvoll mit dem Lehrbuch
arbeiten zu können setzt der Autor voraus, dass die wichtigsten
Grundakkorde und Barregriffe schon beherrscht werden. Großen Wert legt Tönnes
darauf, dass die theoretischen Erläuterungen ein Angebot an diejenigen
sind, die sich dafür interessieren. Auch ohne dieses Wissen lassen sich
alle Übungen und Stücke dieses Buches spielen. Als kleines Extra enthält
der Band eine umfangreiche Jazz-Akkordtabelle.
Was wäre der Jazz ohne die
Improvisation? Es gäbe ihn nicht, sodass selbstverständlich auch diesem
Thema ein eigener Band gewidmet wurde. Werner Neumann leistet mit
diesem Lehrwerk einen wertvollen Beitrag dazu, den Skalen- und
Arpeggien-Jungle zu entwirren und das Material in eine sinnvolle Ordnung zu
bringen. Neuman ist nicht nur exzellenter Fusiongitarrist sondern verfügt
auch über reichhaltige Erfahrungen als Dozent an verschieden Hochschulen.
Beides schlägt sich in dem vorliegenden Band nieder. Stilistisch bezieht
sich der Autor ganz besonders auf den Jazzrock. Methodisch durchdacht
vermittelt er systematisch die unterschiedlichen Skalen und Arpeggien, zeigt
auf, wie wichtig die Themen Phrasierung und Rhythmus sind und bietet
wirkungsvolle Übungen an. Auf dieser Basis können Schüler später eigene
Soli entwickeln und sind nicht mehr darauf angewiesen, nur die Licks der großen
Meister zu reproduzieren.
Vorausgesetzt werden in diesem Band das Noten- und
Tabulaturlesen, sowie elementare Kenntnisse der Spieltechnik und
Musiktheorie.
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