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"Picking
Basics" heißt die Workshop-Reihe von Hans Westermeier, die er in einer
viel gelesenen Fachzeitschrift für die Gitarre veröffentlicht. Nun hat der
Münchener Buchautor und Gitarrist diese Artikel zusammengefasst und mit
neuem Lernmaterial und Übungsstücken ergänzt. Herausgekommen ist eine "Einführung
in die Spieltechnik der Fingerpicking-/Fingerstyle-Gitarre" mit klarer
methodischer Linie, die auch weniger geübten Gitarristen den Einstieg in
diese Spielart der Gitarre ermöglichen kann. Für Gitarristen, die sich die
Fingerstyle-Gitarre im Selbststudium erarbeiten möchten, wird hierbei die im
Lieferumfang enthaltene Begleit-CD eine wertvolle Hilfe sein. Nicht so
notenfeste Spieler profitieren darüber hinaus sicher von der unter die
traditionelle Notenschrift gesetzten Tabulatur.
Der
vorliegende Band gliedert sich in sechs Kapitel. Begonnen wird mit den "Absolutely
Basics" bzw. mit der Erläuterung, was sich hinter den
verschiedenen Stilrichtungen wie Fingerpicking/Fingerstyle, Folkpicking,
Bluespicking, Ragtimepicking oder Modern Picking Styles verbirgt, der
Klärung der Fingerbezeichnungen, der Frage ob "Nylon- oder Steelstring"
verwendet werden sollen, den ersten Vorübungen mit Leersaiten und mit der
Gitarren-Haltung. An dieser Stelle wäre eine Abgrenzung zur angeblich so
strengen klassischen Haltung eher unnötig gewesen, haben sich in diesem
Bereich doch schon seit einigen Jahren die unterschiedlichsten Haltungen
etabliert. Selbstverständlich werden hier diverse Haltungshilfen,
verschiedene Gitarrestützen und auch der Gurt eingesetzt.
Im weiteren
Verlauf kommt Westermeier glücklicherweise aber ohne derartige Vergleiche
aus und kommentiert detailliert und gut verständlich die einzelnen
Lernschritte. Dabei verzichtet er ganz bewusst darauf, den Schüler mit
theoretischen Exkursen zu überfrachten. Es wird lediglich das erläutert, was
für die Spielpraxis eine unabdingbare Vorraussetzung darstellt. Über die
folgenden Kapitel mit den Überschriften "Die Folkpicking-Basic Patterns",
"Variation und Erweiterung der Basic Patterns", "Tone Substitution",
"Patternspiel mit Vorzieher - Synkope/Antizipation" und Melodiepicking führt
er den Lernenden behutsam und kompetent an die ersten Eigenkompositionen aus
der Feder des Autoren sowie an Fingerstyle-Studien von Peter Finger, Sigi
Schwab und Horst Großnick heran. Auch der Evergreen "Dust in the Wind" von
Kerry Livgren gehört selbstverständlich zum Lernstoff von "Picking Basics".
Fotos von den Größen des Genres sorgen dabei für die nötige Auflockerung.
Das
übersichtlich gestaltete Lehrbuch ist nicht nur für das Selbststudium
geeignet, auch im Gitarrenunterricht kann es als kompetenter Leitfaden
dienen. Lediglich die wichtigsten Akkordgriffe sollten möglichst schon
beherrscht werden, um effektiv mit Westermeiers Lehrwerk arbeiten zu können.
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